
Für einen klassischen Eiskaffee brauchst du 200 ml stark gebrühten, abgekühlten Kaffee, 2 Kugeln Vanilleeis und einen Klecks Sahne. Für Cold Brew werden grob gemahlene Bohnen 12 bis 24 Stunden in Wasser eingeweicht. Der Kaffee muss in beiden Fällen kalt sein, sonst schmilzt das Eis sofort.
Eiskaffee ist der Sommerklassiker im Café: ein hohes Glas, kalter Kaffee, Eiskugeln, Sahne. Zu Hause gelingt er genauso gut, wenn du zwei Dinge beachtest: Der Kaffee muss kalt sein und stark genug, damit er nicht wie verdünnte Milch schmeckt. Hier findest du das Grundrezept, eine Variante mit Cold Brew und die häufigsten Fehler.
Klassischer Eiskaffee: Rezept für 2 Gläser
Zutaten:
- 400 ml starker Kaffee (doppelte Menge Pulver im Vergleich zu normalem Filterkaffee)
- 4 Kugeln Vanilleeis
- 100 ml Schlagsahne, steif geschlagen
- 1 bis 2 TL Zucker oder Sirup, nach Geschmack
- optional: Schokoraspel, Kakaopulver
- Kaffee kochen. Brühe ihn stärker als sonst. Ein Teil der Intensität geht beim Mischen mit dem Eis verloren.
- Abkühlen lassen. Zucker einrühren, solange der Kaffee noch warm ist, dann in den Kühlschrank stellen. Nach etwa einer Stunde ist er kalt.
- Gläser vorbereiten. Je zwei Kugeln Eis in hohe Gläser geben.
- Kaffee eingießen. Gieße ihn langsam an der Glaswand entlang, so schäumt er weniger auf.
- Sahne und Topping. Sahne aufspritzen, mit Schokoraspeln oder Kakao bestäuben, mit Strohhalm und Löffel servieren.
Cold Brew für Eiskaffee: weniger Bitterkeit, mehr Vorlauf
Cold Brew wird nicht mit heißem Wasser aufgegossen, sondern lange kalt ausgezogen. Laut Wikipedia werden grob gemahlene Bohnen dafür 12 bis 24 Stunden eingeweicht, meist bei Raumtemperatur, es geht aber auch gekühlt. Danach wird der Kaffee gefiltert. Das Ergebnis ist ein Konzentrat, das du mit Wasser oder Milch verdünnst.
So gehst du vor:
- Ansetzen. 80 g grob gemahlener Kaffee kommen in ein Glas oder eine French Press und werden mit 1 Liter kaltem Wasser aufgegossen.
- Ziehen lassen. Das Gefäß 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur stehen lassen.
- Filtern. Durch ein feines Sieb oder einen Papierfilter gießen.
- Verdünnen. Das Konzentrat im Verhältnis 1:1 mit kaltem Wasser oder Milch mischen.
- Anrichten. Mit Eis, Sahne oder Milchschaum servieren.
Der Cold Brew schmeckt oft weicher und weniger bitter. Das liegt daran, dass kaltes Wasser andere Bestandteile aus dem Kaffee löst als heißes. Die Menge Kaffeepulver pro Liter ist dabei höher als bei Filterkaffee, weil der Auszug schwächer ist. Probiere dich an das Verhältnis heran, bis es zu deinem Geschmack passt.
Welches Eis passt?
Vanille ist der Standard, weil sie den Kaffee nicht überdeckt. Auch Schokolade, Haselnuss oder Karamell funktionieren. Gutes Milcheis oder Eiscreme bleibt im Glas cremiger. Laut den deutschen Leitsätzen für Speiseeis enthält Eiscreme mindestens 10 % Milchfett, ein höherer Fettanteil macht den Eiskaffee sämiger. Wer selbst Eis machen möchte, findet eine bewährte Basis im Rezept Vanilleeis selber machen.
Varianten
- Eiskaffee mit Likör: Ein Schuss Amaretto oder Sahnelikör macht ihn zum Erwachsenengetränk.
- Karamell-Eiskaffee: Karamellsauce ins Glas laufen lassen, bevor der Kaffee eingefüllt wird.
- Mokka-Eiskaffee: Schokoladeneis, etwas Kakao im Kaffee, dunkle Schokoraspel obendrauf.
- Vegan: Pflanzliche Eiscreme und aufgeschlagene Hafer- oder Kokossahne ersetzen Milchprodukte.
Häufige Fehler vermeiden
- Heißer Kaffee im Glas: Das Eis schmilzt sofort und der Eiskaffee wird dünn. Der Kaffee muss kalt sein.
- Kaffee zu schwach: Normaler Filterkaffee wirkt nach dem Verdünnen durch Eis fade. Koche ihn doppelt so stark.
- Normale Eiswürfel: Sie verwässern. Nutze Kaffee-Eiswürfel oder lasse die Würfel ganz weg.
- Zucker zu spät: In kaltem Kaffee löst er sich schlecht. Süße ihn im warmen Zustand oder verwende Sirup.
- Zu viel Sahne: Eine kleine Haube reicht. Sonst verschwindet der Kaffeegeschmack.
Mengen und Vorrat
Ein Glas Eiskaffee fasst typischerweise 250 bis 300 ml. Bereite für Gäste lieber eine größere Menge Kaffee oder Cold Brew im Voraus zu. Gekühlt hält sich beides einige Tage, wenn das Gefäß sauber und dicht verschlossen ist. Eiskugeln portionierst du erst kurz vor dem Servieren, damit sie nicht antauen.
Kaffee-Eiswürfel: der einfachste Trick
Normale Eiswürfel verdünnen Eiskaffee. Kaffee-Eiswürfel lösen das Problem. Brühe dazu einen kräftigen Kaffee, lass ihn abkühlen und fülle ihn in Eiswürfelformen. Nach etwa vier Stunden sind sie fest. Im Glas halten sie den Eiskaffee kalt und geben beim Schmelzen Aroma ab, statt ihn zu verwässern. Aus Resten von gestern lassen sich so über Nacht Würfel für heute machen. Du kannst dem Kaffee vor dem Einfrieren etwas Milch oder Zucker zufügen, dann ergibt das Schmelzwasser schon eine fertige Mischung.
Zeitplan: Eiskaffee für Gäste
- Am Vorabend: Starken Kaffee kochen oder Cold Brew ansetzen, Kaffee-Eiswürfel gießen.
- Am Morgen: Cold Brew filtern, Gläser ins Gefrierfach stellen.
- Kurz vor dem Servieren: Sahne schlagen, Eiskugeln portionieren, Kaffee eingießen.
Mit diesem Ablauf brauchst du bei Ankunft der Gäste nur noch fünf Minuten. Rechne pro Glas mit 200 ml Kaffee, zwei Kugeln Eis und einem Klecks Sahne. Für sechs Personen sind das etwa 1,2 Liter Kaffee, zwölf Kugeln Eis und 200 ml Sahne.
Eiskaffee im Glas: Aufbau und Optik
Für den Café-Effekt hilft ein bestimmter Aufbau: Zuerst gibst du einen Löffel Schokoladen- oder Karamellsauce ans Glas und lässt sie an der Wand herunterlaufen. Dann kommen die Kaffee-Eiswürfel, der kalte Kaffee und zuletzt die Eiskugeln. Die Sahnehaube setzt den Abschluss. Ein hohes, schmales Glas mit Strohhalm und langem Löffel macht daraus den Eisdielen-Klassiker. Wer es leichter mag, nimmt weniger Sahne und etwas Milch im Kaffee.
Fazit
Ein guter Eiskaffee ist eine Frage von Planung: Kaffee frühzeitig kochen, doppelt so stark ansetzen und gründlich kühlen. Wer Zeit hat, setzt Cold Brew an. Das Konzentrat hält sich im Kühlschrank und liefert in Sekunden die Basis für ein Eiskaffee-Glas.
Häufige Fragen
Wie lange muss Kaffee für Eiskaffee abkühlen?
Lass ihn mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen und stelle ihn dann in den Kühlschrank. Besser ist es, ihn schon am Vorabend zu kochen.
Was ist der Unterschied zwischen Eiskaffee und Cold Brew?
Eiskaffee entsteht aus heiß gebrühtem Kaffee, der abgekühlt wird. Cold Brew wird gar nicht erhitzt, sondern 12 bis 24 Stunden kalt ziehen gelassen. Das Ergebnis schmeckt oft milder, weil Heißbrühe und Kaltauszug unterschiedlich lösen.
Welches Eis eignet sich für Eiskaffee?
Vanilleeis ist der Klassiker. Auch Schokolade, Karamell oder Haselnuss passen. Das Eis sollte einen hohen Milchfettanteil haben, damit der Kaffee cremig bleibt.
Wie vermeide ich wässrigen Eiskaffee?
Verwende Kaffee-Eiswürfel statt normaler Eiswürfel und koche den Kaffee doppelt so stark wie sonst. So bleibt das Aroma beim Schmelzen erhalten.
Wie lange hält sich Cold-Brew-Konzentrat?
Gekühlt und in einem sauberen, verschlossenen Gefäß hält es sich einige Tage. Ein verbindlicher Wert hängt von Hygiene und Zutaten ab. Rieche und probiere im Zweifel vor dem Verwenden.
Quellen
- Cold Brew Coffee – Ziehzeit und Zubereitung (Wikipedia) (abgerufen am 03.11.2026)
- Speiseeis – Eiscreme mit mindestens 10 % Milchfett nach den Leitsätzen (Wikipedia) (abgerufen am 03.11.2026)
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