Verrühre 400 ml Kokosmilch, 150 ml Haferdrink, 50 g Cashewmus, 110 g Zucker und 8 g Speisestärke, erhitze die Masse kurz, kühle sie und rühre sie 20 bis 40 Minuten in der Eismaschine. Der Zuckeranteil liegt bei rund 18 %.
Veganes Eis braucht einen Ersatz für Milchfett und Eigelb. Kokosmilch aus der Dose liefert das Fett, Cashewmus macht die Masse dichter, und Stärke bindet Wasser. Das Rezept funktioniert in jeder Eismaschine und enthält keine tierischen Zutaten.
Der Kokosgeschmack bleibt dezent, weil Cashewmus und Vanille ihn abrunden. Wer gar keinen Kokos möchte, findet unten eine Variante mit Pflanzendrink und Nussmus. Auch für Menschen mit Laktoseintoleranz kann das Eis passen, die genaue Verträglichkeit hängt von den verwendeten Produkten ab.
Zutaten
- 400 ml Kokosmilch (Dose, mind. 17 % Fett)
- 150 ml Haferdrink, ungesüßt
- 50 g Cashewmus
- 110 g Zucker
- 8 g Speisestärke
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
Zubereitung
- Rühre die Speisestärke mit 30 ml des kalten Haferdrinks glatt.
- Erhitze Kokosmilch, restlichen Haferdrink, Zucker und Salz unter Rühren, bis der Zucker gelöst ist.
- Gib die angerührte Stärke dazu und erhitze 1 bis 2 Minuten, bis die Masse leicht bindet.
- Rühre Cashewmus und Vanilleextrakt ein und mixe die Masse kurz mit dem Stabmixer glatt.
- Kühle sie ab und stelle sie mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank.
- Rühre sie 20 bis 40 Minuten in der Eismaschine, bis sie cremig und leicht fest ist.
Gerät dazu
Ideal für: Alle, die spontan Eis ohne Vorkühlen machen wollen
- Kompressor kühlt selbst, kein Vorgefrieren des Behälters
- Slim-Design, laut Hersteller kaum breiter als ein DIN-A4-Blatt
- Laut Hersteller Eis in unter 30 Minuten (abhängig von Rezept, Menge und Temperatur)
- Höherer Anschaffungspreis als Geräte mit Kühlakku
189,77 € Preis vom 03.11.2026, 17:09 Uhr – kann sich geändert haben
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Warum diese Mengen funktionieren
Kokosmilch aus der Dose enthält um 17 bis 20 % Fett und ersetzt die Sahne. Dieses Fett macht das Eis cremig. Cashewmus bringt zusätzlich Fett, Eiweiß und Bindung, die sonst das Eigelb liefert. Mit 110 g Zucker auf rund 720 g Masse bleibt das Eis weich genug für die Maschine. Die Stärke verhindert, dass sich Fett und Wasser trennen.
Grob gerechnet liegt der Zuckeranteil dieser Masse bei etwa 18 % (inklusive Zucker aus Milch und Früchten, aufgerundet auf eine Schätzung). Zum Vergleich: laut Tetra Pak Dairy Processing Handbook liegt der Zuckeranteil bei Eiscreme üblicherweise bei 12 bis 20 %. Der Wert ist eine Rechnung aus gängigen Nährwerttabellen, kein Laborergebnis; reife Früchte schwanken.
Zeitplan: Freitag Lust auf Eis?
Aktiv arbeitest du etwa 25 Minuten, dazu kommen das Reifen im Kühlschrank (mindestens 4 Stunden) und das Rühren in der Maschine. Wer am Freitagabend servieren will, setzt die Masse am Freitagmittag an, rührt sie nach dem Abendessen und serviert das Eis weich. Für feste Kugeln planst du 1 bis 3 Stunden im Gefrierfach ein. Ohne Reifezeit gelingt auch dieses Rezept, wird aber weniger cremig.
Für ein besonders glattes Ergebnis kannst du die Masse zusätzlich durch ein Sieb gießen. Das entfernt eventuelle Klümpchen aus Cashewmus und Stärke.
Servieren und Lagern
Nimm das Eis 5 bis 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierfach, damit es portionierbar wird. Kugeln gelingen am besten mit einem Löffel, den du in heißes Wasser getaucht hast. Lagere Reste in einer flachen, dicht schließenden Dose bei -18 °C und lege Backpapier direkt auf die Oberfläche. So bildet sich weniger Gefrierbrand und das Eis nimmt keine Gerüche an.
Varianten
- Schokolade: Rühre 30 g Kakaopulver in die warme Masse und erhöhe den Zucker um 15 g.
- Erdbeere: Püriere 200 g Erdbeeren und rühre sie nach dem Abkühlen unter. Reduziere den Haferdrink um 100 ml.
- Ohne Kokos: Ersetze die Kokosmilch durch 300 ml Haferdrink und 100 g Cashewmus.
- Mit Mango: Rühre 150 g Mangopüree ein und reduziere den Zucker um 20 g, siehe Mangoeis.
Fehler vermeiden
- Kokosmilch aus dem Tetrapak: Sie enthält weniger Fett und macht das Eis eisig. Nimm Dosenware mit hohem Fettanteil.
- Cashewmus nicht glatt: Körnchen bleiben im Eis. Mixe die Masse gründlich.
- Masse nicht kalt genug: Fülle sie erst nach mehreren Stunden im Kühlschrank in die Maschine. Warme Masse gefriert langsam und wird grobkörnig. Was du bei Problemen mit der Festigkeit prüfen kannst, steht unter Eis wird nicht fest.
- Zu lange im Gefrierfach gelagert: Große Eiskristalle entstehen, wenn Eis taut und wieder gefriert oder offen lagert. Ursachen und Rezeptur-Stellschrauben erklärt Eiskristalle im Eis.
- Eis ist steinhart: Meist fehlt Zucker oder Fett, oder das Eis war zu kalt. Hilfe gibt Eis zu hart; stelle Eis vor dem Servieren zehn Minuten bei Raumtemperatur ab.
Ist das Eis auch ohne Nüsse möglich?
Ja, ersetze das Cashewmus durch 40 g Sonnenblumenkernmus oder lasse es weg. Die Masse wird etwas dünner.
Schmeckt das Eis stark nach Kokos?
Dezent. Kokosmilch und Vanille ergeben ein rundes Aroma. Mit Kakao oder Früchten ist der Kokosgeschmack kaum noch zu schmecken.
Muss ich die Masse erhitzen?
Ja, damit sich die Stärke bindet und der Zucker löst. Es muss nicht kochen.
Wird das Eis hart?
Kokosfett wird bei Kälte fest. Stelle das Eis vor dem Servieren 10 bis 15 Minuten bei Raumtemperatur ab, siehe auch Eis zu hart.
Weitere Rezepte und Grundlagen
Wie Gefrieren, Rühren und Zucker zusammenspielen, erklärt Eis selber machen: Grundlagen und Methoden. Alle Sorten findest du im Rezept-Überblick. Passend zu diesem Rezept:
Quellen
- Tetra Pak Dairy Processing Handbook: Eiscreme (typische Zusammensetzung, Zucker 12–20 %) (abgerufen 03.11.2026)
- Ice Cream Nation: How to make Sorbets (Zuckergehalt 25–35 % der Sorbetmasse) (abgerufen 03.11.2026)
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zum Schutz vor Infektionen mit Salmonellen (abgerufen 03.11.2026)
- SEVERIN: Produktangaben Eismaschine mit Kompressor (Amazon-Listing, Herstellerangaben)* (abgerufen 03.11.2026)
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