Verrühre 250 g Joghurt, 250 ml Sahne, 100 g Zucker, 100 ml Zitronensaft und den Abrieb von 1 Bio-Zitrone, kühle die Masse und rühre sie 20 bis 30 Minuten in der Eismaschine. Der Zuckeranteil liegt bei rund 17 %.
Zitroneneis in der cremigen Version ist milder als Sorbet und passt gut zu fettigen oder schweren Desserts. Das Rezept gelingt in jeder Eismaschine im Vergleich und braucht keine Hitze, nur Joghurt, Sahne und frisch gepressten Saft.
Ohne Milch geht es auch: Dann ist Zitronensorbet die richtige Wahl. Hier ersetzt die Sahne das Fett, der Joghurt bringt Säure und Frische.
Zutaten
- 250 g Naturjoghurt (3,8 % Fett)
- 250 ml Sahne (mind. 30 % Fett)
- 100 g Zucker
- 100 ml frisch gepresster Zitronensaft (ca. 2 bis 3 Zitronen)
- 1 TL Abrieb einer Bio-Zitrone
Zubereitung
- Reibe von einer unbehandelten Zitrone die Schale ab und presse die Zitronen aus.
- Erwärme die Sahne mit dem Zucker leicht, bis der Zucker gelöst ist, und lasse sie vollständig abkühlen.
- Verrühre den Joghurt glatt und rühre die kalte Sahne ein.
- Gib Zitronensaft und Abrieb erst ganz zum Schluss unter und rühre nur kurz durch.
- Stelle die Masse mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank.
- Rühre sie 20 bis 30 Minuten in der Eismaschine, bis sie cremig und leicht fest ist.
Gerät dazu
Ideal für: Alle, die spontan Eis ohne Vorkühlen machen wollen
- Kompressor kühlt selbst, kein Vorgefrieren des Behälters
- Slim-Design, laut Hersteller kaum breiter als ein DIN-A4-Blatt
- Laut Hersteller Eis in unter 30 Minuten (abhängig von Rezept, Menge und Temperatur)
- Höherer Anschaffungspreis als Geräte mit Kühlakku
189,77 € Preis vom 04.11.2026, 16:38 Uhr – kann sich geändert haben
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Warum diese Mengen funktionieren
Zitronensaft ist sehr sauer, und Säure kann Milchprodukte zum Gerinnen bringen. Deshalb kommt der Saft erst zum Schluss in die kalte Masse. Mit rund 17 % Zuckeranteil bleibt die Masse weich, obwohl die Säure Süße überdeckt. Joghurt und Sahne ergeben zusammen ein Fett-Eiweiß-Gerüst, das auch mit viel Säure stabil bleibt.
Grob gerechnet liegt der Zuckeranteil dieser Masse bei etwa 17 % (inklusive Zucker aus Milch und Früchten, aufgerundet auf eine Schätzung). Zum Vergleich: laut Tetra Pak Dairy Processing Handbook liegt der Zuckeranteil bei Eiscreme üblicherweise bei 12 bis 20 %. Der Wert ist eine Rechnung aus gängigen Nährwerttabellen, kein Laborergebnis; reife Früchte schwanken.
Zeitplan: Freitag Lust auf Eis?
Aktiv arbeitest du etwa 15 Minuten, dazu kommen das Reifen im Kühlschrank (mindestens 4 Stunden) und das Rühren in der Maschine. Wer am Freitagabend servieren will, setzt die Masse am Freitagmittag an, rührt sie nach dem Abendessen und serviert das Eis weich. Für feste Kugeln planst du 1 bis 3 Stunden im Gefrierfach ein. Ohne Reifezeit gelingt auch dieses Rezept, wird aber weniger cremig.
Zitroneneis passt als Zwischengang oder als Begleiter zu Kuchen und Beeren. Serviere es in vorgekühlten Schalen mit etwas frischer Minze.
Servieren und Lagern
Nimm das Eis 5 bis 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierfach, damit es portionierbar wird. Kugeln gelingen am besten mit einem Löffel, den du in heißes Wasser getaucht hast. Lagere Reste in einer flachen, dicht schließenden Dose bei -18 °C und lege Backpapier direkt auf die Oberfläche. So bildet sich weniger Gefrierbrand und das Eis nimmt keine Gerüche an.
Varianten
- Mit Basilikum: Lasse 6 Basilikumblätter in der warmen Sahne ziehen und siebe sie ab.
- Mit Limette: Ersetze die Hälfte des Zitronensafts durch Limettensaft.
- Mit Baiser: Zerbrösele 40 g Baiser und hebe es kurz vor Ende der Rührzeit unter.
- Mit Joghurt pur: Ersetze 100 ml Sahne durch 100 g griechischen Joghurt für ein leichteres Eis.
Fehler vermeiden
- Saft zu früh zugefügt: Die Masse kann ausflocken. Gib ihn zuletzt und nur kalt dazu.
- Zu wenig Zucker: Saure Eissorten brauchen genug Süße, sonst schmeckt das Eis herb und wird hart.
- Masse nicht kalt genug: Fülle sie erst nach mehreren Stunden im Kühlschrank in die Maschine. Warme Masse gefriert langsam und wird grobkörnig. Was du bei Problemen mit der Festigkeit prüfen kannst, steht unter Eis wird nicht fest.
- Zu lange im Gefrierfach gelagert: Große Eiskristalle entstehen, wenn Eis taut und wieder gefriert oder offen lagert. Ursachen und Rezeptur-Stellschrauben erklärt Eiskristalle im Eis.
- Eis ist steinhart: Meist fehlt Zucker oder Fett, oder das Eis war zu kalt. Hilfe gibt Eis zu hart; stelle Eis vor dem Servieren zehn Minuten bei Raumtemperatur ab.
Warum flockt meine Masse aus?
Zitronensaft ist sauer und kann Eiweiß in Milchprodukten gerinnen lassen. Gib ihn kalt und zuletzt dazu.
Kann ich Bio-Zitronen ersetzen?
Für den Abrieb nur unbehandelte Zitronen verwenden. Den Saft kannst du auch aus anderen Zitronen pressen.
Wie unterscheidet sich Zitroneneis von Zitronensorbet?
Zitroneneis enthält Milchprodukte und ist cremig, Sorbet kommt ohne Milch aus und ist leichter.
Geht das Rezept ohne Maschine?
Ja, mit mehrmaligem Durchrühren im Gefrierfach. Cremiger wird es mit einer Maschine.
Weitere Rezepte und Grundlagen
Wie Gefrieren, Rühren und Zucker zusammenspielen, erklärt Eis selber machen: Grundlagen und Methoden. Alle Sorten findest du im Rezept-Überblick. Passend zu diesem Rezept:
Quellen
- Tetra Pak Dairy Processing Handbook: Eiscreme (typische Zusammensetzung, Zucker 12–20 %) (abgerufen 03.11.2026)
- Ice Cream Nation: How to make Sorbets (Zuckergehalt 25–35 % der Sorbetmasse) (abgerufen 03.11.2026)
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zum Schutz vor Infektionen mit Salmonellen (abgerufen 03.11.2026)
- SEVERIN: Produktangaben Eismaschine mit Kompressor (Amazon-Listing, Herstellerangaben)* (abgerufen 03.11.2026)
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